So | 08.01. | 19 Uhr (Smobil+) Busch-Brüder oder Karajans Bräune

Eigenproduktion

Farce von Magnus Reitschuster
Regie und Dramaturgie: Magnus Reitschuster
mit Oswald Gayer, Thomas Marx, Hannes Schäfer, 
Mara Stroot, Jan Becker, Christa Weigand, 
Sebastian Zimmermann und Marcus Brien
Bühne/Kostüme: Petra Georg-Achenbach

Spieldauer: 2:00 h, eine Pause

Diese Veranstaltung liegt in der Preisgruppe C.

Preisklassen
Preise
Platzkategorie I 30.00 € / 23.00 € (erm.)
Platzkategorie II 24.00 € / 19.00 € (erm.)
Platzkategorie III 17.00 € / 10.00 € (erm.)
Veranstaltungsbild:

Foto: René Achenbach

Die Busch-Brüder, das sind zwei gebürtige Siegener: Adolf (1891-1952), als Geiger schon zu Lebzeiten legendär, sowie sein Bruder Fritz (1890-1951), der als Dirigent weltweit zu den Größten gehörte. Reitschusters „Stück über den aufrechten Gang“ beschäftigt sich mit ihrer Haltung zu den Nazis, die beiden Künstlern Staatskarrieren angeboten hatten – und mit der Haltung ihrer Landsleute zu ihnen, als Adolf für ein Siegener Konzert aus dem Exil zurückkehrt.
Da prallen Welten aufeinander: Die Welt der Hiergebliebenen, die sich in der braunen Zeit – aus Überzeugung oder notgedrungen – dem Nazi-Regime angepasst hatten. Und die Welt dessen, der aus Solidarität zu seinen jüdischen Kollegen die eigene Karriere, die Heimat, die Familie drangegeben hatte. Dafür muss er jetzt büßen. Eine Chorleiterin zum Beispiel lässt deutlich spüren, was sie von Künstlern hält, „die in der bösen Zeit nicht bei uns geblieben sind“. Sie schwärmt für Karajan, sie sehnt sich nach ihm, träumt ihn herbei ...
Aber Adolf Busch, der im New Yorker Hotelzimmer sein Heimweh bekämpft hat, indem er das Wort „Riewekooche“ aussprach, er trifft auch andere Menschen: Henner und Frieder zum Beispiel ... Ein Stück über Genialität und Charakter, Haltung und Heimat.

Weitere Infos

Premieren-Feier für alle
nach der Vorstellung am 17.9.

Theatergespräch
nach der Vorstellung am 7.1.

Studi-Special am 7.1.:
Studierende zahlen auf
allen Plätzen 10 Euro

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