Sa | 28.04. | 19 Uhr (S) Die Jungfrau von Orleans
von Friedrich Schiller
Regie: Roger Vontobel
Bühne: Claudia Rohner, Kostüme: Nadine Grellinger
Musik: Daniel Murena, Video: Immanuel Heidrich
mit Lena Schwarz, Florian Lange, Klaus Weiss,
Jonas Gruber, Jürgen Hartmann, Dimitrij Schaad,
Matthias Eberle und Daniel Murena
Schauspielhaus Bochum
Spieldauer: 2:00 h, ohne Pause
Diese Veranstaltung liegt in der Preisgruppe C.
| Preise | ||||
|---|---|---|---|---|
| Platzkategorie I | 30.00 € | / | 23.00 € (erm.) | |
| Platzkategorie II | 24.00 € | / | 19.00 € (erm.) | |
| Platzkategorie III | 17.00 € | / | 10.00 € (erm.) | |

Foto: Arno Declair
„Egal, ob Johanna eine Heilige oder eine Verrückte ist“, sagt der Regisseur Roger Vontobel. „Alle Männer – inklusive Schiller – haben diese Frau für ihre Zwecke benutzt.“ Der Regisseur, dessen preisgekrönte „Don Carlos“-Inszenierung letzte Spielzeit drei Mal im Apollo zu erleben war, sieht „Die Jungfrau von Orleans“ als benutzte Figur im zynischen Spiel der Machthaber. Das Mädchen, das Stimmen hört, wird von den Polit-Strategen instrumentalisiert, wo, wie und wann es ihnen nützt: Erst als Kriegsheldin gefeiert, dann als Hexe verbrannt, schließlich als Heilige verehrt. Vontobel meint: „Auch Religion ist ein Machtapparat, der zum Teil gar nicht so anders als eine Popstar-Maschinerie funktioniert.“
„Schillers Johanna als spirituelle Extremistin … Vontobel ist mittlerweile einer der begehrtesten Klassikerregisseure des deutschsprachigen Theaters.“ (Die Welt)
„Romantisch ist hier nichts … Shaw nannte Schillers Stück ‚romantic nonsense’; wenn er Vontobels Inszenierung hätte sehen können, hätte er anders geurteilt … das eine Anliegen: ein Psychogramm einer enthusiastischen Person zu schaffen … das andere: Mechanismen der Macht aufzuzeigen.“ (Süddeutsche Zeitung)
„Psycho- und Politthriller … eine großartige, umjubelte Leistung aller Beteiligten.“ (Westfälischer Anzeiger)
