Mi | 26.04.2017 | 20 Uhr (KK) Adolf Busch – Kompositionen aus der alten und neuen Welt

mit der Philharmonie Südwestfalen

Diese Veranstaltung liegt in der Preisgruppe C.

Preisklassen
Preise
Platzkategorie I 33.00 € / 25.50 € (erm.)
Platzkategorie II 26.50 € / 21.00 € (erm.)
Platzkategorie III 19.00 € / 11.00 € (erm.)
Veranstaltungsbild:

Antonio Vivaldi (1678 – 1741):
Zwei Konzerte aus dem Zyklus „Vier Jahreszeiten“ (1725)
Adolf Busch (1891 – 1952):
Violinkonzert a-Moll op. 20 (1921)
Adolf Busch (1891 – 1952):
Seven Negro Spirituals for chamber Orchestra with Piano (1945)
Antonín Dvořák (1841 – 1904):
9. Sinfonie e-Moll op. 95 „Aus der Neuen Welt“ (1893)

Adolf Busch war heimatverbunden wie alle Siegerländer – und das blieb auch so, als ihn seine Weltkarriere kreuz und quer über den Globus führte. Als dann die Nazis in Deutschland regierten und alles kaputt machten, was ihm wichtig war, musste er sich eine neue Heimat suchen. Er fand sie – nach einer Zwischenstation in Basel – in Guilford, USA, im neuenglischen Bundesstaat Vermont, bei der Familie seiner Tochter Irene und seines Schwiegersohns Rudolf Serkin. Serkin war ein Pianist von Weltgeltung und 30 Jahre lang Adolf Buschs wichtigster kammermusikalischer Partner. Die Wahlheimat Vermont „sah dem Siegerland ziemlich ähnlich: viel Wald, viele Bäche, viele Hügel“, meinte Buschs Enkel Peter Serkin, selbst ein weltberühmter Pianist, als er 2007 im Apollo spielte.

Als Komponist hat Busch Werke in nahezu jedem Genre geschaffen (mit Ausnahme der Oper); sein 1921 uraufgeführtes Konzert für Violine und Orchester beispielsweise wurde von Zeitgenossen hoch geschätzt. Der Komponist Busch galt als Spätromantiker in der Nachfolge von Max Reger (bei dem er studiert hatte und mit dem er befreundet gewesen war). In der neuen Heimat entdeckte Busch die Negro Spirituals, jene geistlichen Gesänge der afro-amerikanischen Sklaven. Schon 1942 entstand ein „Nocturne on an Negro
Spiritual for E flat alto saxophon and chamber orchestra“, gefolgt von „Seven Madrigals after negro Spirituals“, „Ten Songs on Negro Spirituals for voice und piano” und schließlich „Seven Negro Spirituals for chamber Orchestra with Piano“ (1945). Fasziniert von Spirituals war auch Antonín Dvořák (1841-1904); in seiner berühmtesten Sinfonie, der Neunten mit dem Beinamen „Aus der Neuen Welt“, verwendet der Tscheche etliche Spiritual-Elemente – und schuf gleichzeitig mit dem Largo-Motiv für Englischhorn im zweiten Satz eine Melodie, die unter dem Titel „Going home“ selbst zum Spiritual wurde und Eingang fand in tausend afro-amerikanischen Gemeinden.

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