Sa | 29.04.2017 | 19 Uhr Ekzem Homo

von und mit Gerhard Polt und den
Well-Brüdern aus‘m Biermoos
mit Christoph Well, Karli Well,
Michael Well, Gerhard Polt, Stefan Merki
Inszenierung: Johan Simons
Bühne/Kostüme: Sina Barbra Gentsch,
Dramaturgie: Matthias Günther
Münchner Kammerspiele

Spieldauer: 2:45 h, eine Pause

Diese Veranstaltung liegt in der Preisgruppe D.

Preisklassen
Preise
Platzkategorie I 37.50 € / 29.00 € (erm.)
Platzkategorie II 32.00 € / 23.50 € (erm.)
Platzkategorie III 25.50 € / 15.50 € (erm.)
Veranstaltungsbild:

Der scheidende Münchner Kammerspiele- Intendant Johan Simons (er übernimmt 2018 das Bochumer Schauspielhaus) hatte sich eine Produktion von dem bayerischen Kabarett-Philosophen Gerhard Polt gewünscht. Daraus entstand die Vorstellung „Ekzem Homo“, bei der Simons Regie führte. Was für ein Stück das geworden ist, beschreibt die Kritikerin Simone Dattenberger (Münchner Merkur) so: „Gegen den Menschen an sich hat der Rentner aus dem Reihenhaus nichts, aber gegen den Nachbarn. In dem Fall gegen Herrn Merki, ,Lohnschauspieler‘ seines Zeichens. Eine wunderbare Gelegenheit für Polt, sich aus der Sicht des ,Gesinnungs-Grattlers‘ über andere Gesinnungs-Grattler herzumachen. Ergo über den Menschen. Der Kabarettist mäandert genial zwischen klaren philosophischen Bächen und brackigen Stammtischgeschwafel-Altwässern. (…) Polt ist dabei locker wie eh und je. Genießt
das Hin- und Herflutschen zwischen Fiktion und Realität. Da werden Herr Merki und die Herren Well vorgestellt, die Theatersituation thematisiert;

später wird sogar um den Ursprung der Kirchensteuer ein ,Laienspiel‘ organisiert (…), das unerschöpfliche Thema Nachbarschaft, die schlechte naturgemäß. (... ) Hier wird der Nachbar zur ,wandelnden Tellermine‘, und schnell taucht das Gefühl auf, dass man, ‚um einen anderen umzubringen, nicht zwangsläufig religiös sein muss‘. (…) Der Kleinkrieg ist Gerhard Polt natürlich zu wenig. Deswegen erklärt er uns so jovial wie eisig scharf Demokratie: ,Was hilft
dir die Meinungsfreiheit, wenn du keine Meinung hast?‘“

Gerhard Polts „Ekzem Homo“ zeigt die Niederungen auf der anderen Seite des Lattenzauns. (…) Polt spielt den renitenten Rentner Brezner, der in ungesunder Nachbarschaft zu den drei Well-Brüdern auf der einen und einem gewissen Herrn Merki auf der anderen Seite des Lattenzauns lebt. Polt als Motzer und Moserer vor dem Herrn. Erst kommt er den Nachbarn mit der Grillverordnung, später setzt er eine Drohne ein, und am Ende mäht er den Merki mit einer Holz-Kalaschnikow nieder. Dieser hatte das schon befürchtet: „Um einen anderen umzubringen, muss man ja nicht zwangsläufig religiös sein.“ Süddeutsche Zeitung

Dieses Gastspiel wird ermöglicht durch die Bald AG

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