So | 30.04.2017 | 19 Uhr Kein schönes Land in dieser Zeit (?)

Ein Theaterabend über das
Märchen von der gescheiterten Integration
nach dem gleichnamigen biografischen
Buch von Mehmet Gürcan Daimagüler,
mit Dirk Böther und Rasmus Max Wirth,
Regie: Adnan Taha & Andreas Döring
Schlosstheater Celle

Spieldauer: ca.1:30 h, ohne Pause

Preis: 13 Euro / 8 Euro ermäßigt
 

Veranstaltungsbild:

Persönliche Spurensuche und tiefe Einblicke in die jüngere Geschichte Deutschlands – „Kein schönes Land“.

Dr. Mehmet Gürcan Daimagüler stammt aus Niederschelden, ist prominenter Opferanwalt im NSU-Prozess, arbeitete als Assistent bei Polit-Promis wie Gerhart Baum, Wolfgang Kubicki und Burkhard Hirsch. 1997 wurde er in den FDP-Bundesvorstand gewählt, zehn Jahre später trat er aus der Partei aus. Eine spannende Lebensgeschichte, die der Anwalt unter dem Titel „Kein schönes Land in dieser Zeit“ veröffentlicht hat und die Grundlage eines spannenden Theaterabends ist. Der kleine Daimagüler sollte eigentlich auf die Sonderschule – und studierte in Harvard und Yale, wurde vom World Economic Forum in Davos auf Initiative von Gerhard Schröder zum Young Global Leader gekürt.

Diese Inszenierung bietet einen intensiven Blick in das Innenleben eines türkischstämmigen Mannes in Deutschland, schlägt den Bogen von individuellen Erfahrungen zu gesellschaftspolitischer Relevanz. Bei Daimagüler ist das Persönliche politisch, das Politische persönlich. Er schont niemanden, am wenigsten sich selbst, erzählt von Depressionen und von Gewalt, die er als Opfer und Täter erlebt hat. Das Stück bietet viel mehr als die Worthülsen, mit denen zu oft über Einwanderung und Integration debattiert wird.

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