Mo | 15.05.2017 | 20 Uhr Väter und Söhne

von Brian Friel nach dem Roman von Iwan Turgenjew
mit Marcel Kohler, Alexander Khuon,
Helmut Mooshammer, Oliver Stokowski,
Bernd Stempel, Barbara Schnitzler, Lisa Hrdina,
Franziska Machens, Kathleen Morgeneyer,
Elke Petri, Linn Reusse,
Markwart Müller-Elmau, Benjamin Radjaipour
Regie: Daniela Löffner, Bühne: Regina Lorenz-Schweer,
Kostüme: Katja Strohschneider,
Musikalische Einstudierung: Katharina Debus, Ingo Schröder,
Dramaturgie: David Heiligers
Deutsches Theater Berlin

Eingeladen zum Berliner Theatertreffen 2016

Spieldauer: 4 h, eine Pause

Diese Veranstaltung liegt in der Preisgruppe D.

Preisklassen
Preise
Platzkategorie I 37.50 € / 29.00 € (erm.)
Platzkategorie II 32.00 € / 23.50 € (erm.)
Platzkategorie III 25.50 € / 15.50 € (erm.)
Veranstaltungsbild:

Arkadij und Bazarow, zwei Studenten, kehren für den Sommer in ihre ländliche Heimat zurück. Beide stellen aufgrund ihrer nihilistischen Überzeugungen die gegenwärtige Gesellschaft völlig in Frage: die Wissenschaft, die Kunst und sämtliche Konventionen. Ihre Ablehnung alles Bestehenden verweigert ihnen den Glauben an überhaupt etwas. Ihr Aktivismus kennt nur das einzige Ziel, die Welt neu zu erschaffen. Doch während Arkadij diese Vision aus den gegebenen Verhältnissen heraus entwickeln will, sucht Bazarow die radikale Konfrontation mit seiner Umwelt. Der junge Mediziner entsetzt die älteren Herrschaften und entzückt ein paar jüngere Leute. Der Begriff „Nihilist“ sollte bald Funken schlagen in Russland. Mit ihm war das Signal gefunden für einen Typus, der damals zu reden und zu handeln begann, der in Literatur und Geschichte, von Dostojewski bis Trifonow, von den Zaren-Attentätern bis zu den Terroristen unserer Tage Nachfolger gefunden hat. Denn dieser „Nihilismus“ entspringt einer radikalisierten Aufklärung; für Bazarow ist alles wissenschaftlich erklärbar und herstellbar, ist „ein guter Chemiker zwanzigmal nützlicher als der beste Poet“. Das alte System muss schonungslos „abgeräumt“ werden, bevor die Utopie eines

schmerzfreien, vernünftigen Lebens aufgebaut werden kann. Das alles geschieht zwar für die Massen, die aber in ihrer bedauernswerten Verblödung vorerst nichts davon verstehen.
„Väter und Söhne“ erzählt vom ewigen Konflikt zwischen Jung und Alt, von Verändern und Bewahren.

Einfühlsam, genau und nicht ohne Komik; lauter facettenreiche, seltsame, in ihren Gefühlen verhedderte Menschen, denen man vier Stunden lang gebannt zusieht.
Süddeutsche Zeitung

Ganz großes, mätzchenfreies Theater ist hier zu bestaunen.
Berliner Morgenpost

Eine sehr konzentrierte, erzählerisch ausgewogene und immer wieder höchst amüsante Inszenierung, die den langen Abend unangestrengt und spielerisch zu einem kurzweiligen Vergnügen macht.
Deutschlandradio Kultur

Löffner hat ihr großes Ensemble zu einem wunderbar intensiven Spiel vereint. (…) eine
faszinierende Inszenierung (…) Seit langem nicht mehr so fröhlich aus dem Deutschen
Theater gegangen.
nachtkritik.de

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