Sa | 20.05.2017 | 19 Uhr (Cplus) Der Brandner Kaspar und das ewig‘ Leben

von Kurt Wilhelm nach einer
Geschichte von Franz von Kobell
mit Reinhard Mahlberg, Katharina Hauter,
David Müller, Sven Prietz, Jacques Malan,
Boris Koneczny, Stefan Reck, Almut Henkel,
Inszenierung: Susanne Lietzow, Bühne: Aurel Lenfert,
Kostüme: Marie Luise Lichtenthal, Video: Petra Zöpnek,
Musik: Gilbert Handler, Dramaturgie: Tillmann Neuffer
Nationaltheater Mannheim

Spieldauer: 2:30 h, eine Pause

Diese Veranstaltung liegt in der Preisgruppe C.

Preisklassen
Preise
Platzkategorie I 33.00 € / 25.50 € (erm.)
Platzkategorie II 26.50 € / 21.00 € (erm.)
Platzkategorie III 19.00 € / 11.00 € (erm.)
Veranstaltungsbild:

Der Brandner Kaspar ist ein verschuldeter Kleinbauer, der sich offiziell als Jagdführer, ab und zu auch als Wilderer mehr schlecht als recht durchs Leben schlägt. Eines Tages kommt der Tod in Gestalt des „Boanlkramer“, um ihn zu holen, doch der 72-Jährige mag nicht mitgehen: Mit Kirschschnaps macht er den Tod betrunken und erschwindelt sich beim Kartenspiel weitere 18 Lebensjahre. Jetzt wird’s lustig für den Brandner Kaspar, denn er kann ja nicht sterben. Aber als seine geliebte Enkelin Marei tödlich verunglückt, freut ihn das Leben nicht mehr. Inzwischen ist im Himmel der Betrug ruchbar geworden und der Boanlkramer erhält von Petrus den Auftrag, den Brandner augenblicklich heimzuholen. Der Tod, an seine Spielschuld gebunden, muss nun seinerseits zu einer List greifen. Er lockt den Alten – „nur zum Anschauen“, wie er sagt − in den Vorhof des Paradieses. Der Brandner Kaspar ist von der himmlischen Örtlichkeit so überwältigt, dass er unbedingt bleiben will. Doch zuerst muss das Himmlische Gericht über seine irdischen Sünden urteilen …

Der Traum, den Tod zu überlisten und am Schicksalsrad zu drehen, ist so alt wie die Menschheit und Stoff vieler Märchen und Mythen. Selten aber wurde der „Knochenmann“ mit solch schlitzohriger Durchtriebenheit ausgetrickst wie in diesem Heimatstück, das auch über die Grenzen des Freistaates Bayern hinaus längst Kult ist.

Star des Abends ist Boris Koneczny, der aus dem Boandlkramer, wie man den Tod in Bayern leutselig nennt, eine herrliche Mischung aus Gründgens Faust, Nosferatu und Rumpelstilzchen macht, eine fröstelnde Kalamitätenexistenz.
Die Rheinpfalz

In München (...) seit über zehn Jahren eine stets ausverkaufte Kult-Veranstaltung. Das könnte nun auch Mannheim bevorstehen, wo Susanne Lietzow mit viel Gespür – und grandioser Bühne – für pralle Komik sorgt. (…) Sie denunziert das Volkstheater nicht. Dies ist vielleicht die größte Leistung dieses kuriosen Ausnahmeabends.
Mannheimer Morgen

Dieses Gastspiel wird ermöglicht durch: RWE

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