Fr | 01.09.2017 | 20 Uhr (JAp+) Tschick

nach dem Roman von Wolfgang Herrndorf
mit Wiebke Mollenhauer, Sven Fricke,
Thorsten Hierse, Arne Jansen
Regie: Alexander Riemenschneider
Deutsches Theater Berlin

Spieldauer: 2 h, ohne Pause

Diese Veranstaltung liegt in der Preisgruppe B.

Preisklassen
Preise
Platzkategorie I 23.50 € / 16.50 € (erm.)
Platzkategorie II 19.00 € / 13.00 € (erm.)
Platzkategorie III 13.00 € / 8.00 € (erm.)
Veranstaltungsbild:

Eine der stärksten „jungen Inszenierungen“ der vergangenen Jahre kommt zum Auftakt der neuen Apollo-Sparte JAp (Junges Apollo) auf die Bühne: „Tschick“ geht zurück auf einen berühmten Roman von Wolfgang Herrndorf, den der Regisseur Alexander Riemenschneider in einer spannenden Form auf die Bühne gebracht hat. Es geht um zwei 14-jährige Außenseiter, die  zu einer abenteuerlichen Irrfahrt durch die ostdeutsche Provinz aufbrechen, und um ein Mädchen. Maik ist ein wohlstandsverwahrloster Typ, der zwischen Swimmingpool und Playstation seiner Schwärmerei für seine Mitschülerin Tatjana nachhängt. Zu Beginn der Sommerferien bekommt er Besuch von Andrej, genannt „Tschick“. Der hat russische Wurzeln, ein Alkoholproblem und einen hellblauen Lada („geliehen, nicht geklaut!“). Tschick überredet Maik, mit ihm loszufahren. Wohin? „In die Walachei“, sagt Tschick. „Die Walachei gibt’s nicht“, sagt Maik. Sie fahren trotzdem. Am Ende schaffen sie es zwar nicht in die Walachei. Aber egal; wichtig für Maik ist, dass er über die grundsätzlichen Dingen im Leben nach seiner Reise ein bisschen besser Bescheid weiß.

 

Der Kritiker Georg Kasch hat in der Berliner Morgenpost beschrieben, wie „Tschick“ inszeniert ist: „Zwischen Podesten mit Wüstensand und Kakteen, hinter denen der Sehnsuchtsort Walachei in Großbuchstaben leuchtet, erzählen Sven Fricke und Thorsten Hierse in knapp zwei Stunden die Geschichte als verrücktes Rollenspiel. Beide sind sie Maik, aber auch alle anderen Charaktere. (…) Toll auch die Lösung, wie sich Isa materialisiert: Als sie das Mädchen als Kobold auf der Müllhalde auflesen, rotzen die Jungs sie noch als Karikatur hin. Erst als Maik sie als Frau wahrnimmt, steht Natalia Belitski auf der Bühne. (…) ‚Tschick‘, eine Feier des Lebens, die glücklich macht.“

Man wünscht sich, dass dieses wunderbar traurig-komische Roadmovie niemals endet. (SWR 2)

Sie beherrschen den Sprachduktus der Jugendlichen, ohne beim Zuschauer Fremdscham auszulösen. So wie sie da stehen, in ihrer Casual-Uniform aus Jeans und Sneakers, so adoleszent-unbeholfen, wie man sich eben fühlt als 14-Jähriger, der nicht weiß, wohin mit seinen Händen, vergisst man schnell, dass es sich um erwachsene Männer handelt. (Die Zeit)

Ein schöner, ein runder, ein lässiger Abend, der Lust entfacht, die Nase aus der Komfortzone der Konventionen herauszubewegen. ( ZITTY (Berlin))

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