Sa | 13.01.2018 | 19 Uhr (Smobil) Die Orestie

von Aischylos
Regie: Lisa Nielebock
Schauspielhaus Bochum

Diese Veranstaltung liegt in der Preisgruppe C.

Preisklassen
Preise
Platzkategorie I 33.00 € / 25.50 € (erm.)
Platzkategorie II 26.50 € / 21.00 € (erm.)
Platzkategorie III 19.00 € / 11.00 € (erm.)
Veranstaltungsbild:

Im Jahr 458 v. Chr. verfasst Aischylos mit seiner „Orestie“ eines der Schlüsselwerke europäischer Zivilisation. In einer Zeit des demokratischen Aufbruchs beschreibt der Tragödiendichter den politischen Wandel Athens anhand des mythischen Atridenfluchs: Der Heerführer Agamemnon kehrt siegreich aus dem Trojanischen Krieg zurück. Aber seine Frau Klytaimnestra tötet ihn, weil er vor dem Feldzug die Tochter Iphigenie (scheinbar) geopfert hat. Die Kinder Orestes und Elektra rächen ihren Vater, indem sie ihre Mutter und deren Geliebten Aigisthos umbringen.

Dies ruft wiederum die Erinnyen, die Rachegöttinnen, auf den Plan. Doch die Göttin Pallas Athene beendet den Fluch: Der Mörder Orestes muss sich vor Gericht öffentlich verantworten. Der blutige Kreislauf aus Gewalt und Rache ist durchbrochen. Aischylos‘ Thema ist die Emanzipation des Menschen von göttlicher Willkür. Die „Orestie“ zeigt, dass Recht und Demokratie nicht selbstverständlich sind. Ob Familie oder Gesellschaft: Jede funktionierende Gemeinschaft ist von ihrer Fähigkeit zur Vergebung abhängig.

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