So | 18.11. | 16 Uhr (M) Porgy & Bess

Volksoper von George und Ira Gershwin
Musikalische Leitung: William Barkhymer
New York Harlem Theatre

Diese Veranstaltung liegt in der Preisgruppe D.

Preisklassen
Preise
Platzkategorie I 34.00 € / 26.00 € (erm.)
Platzkategorie II 29.00 € / 21.00 € (erm.)
Platzkategorie III 23.00 € / 14.00 € (erm.)
Veranstaltungsbild:

Die aufwendige Produktion aus dem schwarzen Herzen New Yorks präsentiert ein Ensemble aus hochkarätigen Starsolisten und einem stimmgewaltigen Chor. Bis heute gilt Gershwins Verfügung, dass die Oper nur von afro-amerikanischen Ensembles aufgeführt werden darf. Als „Porgy & Bess“ am 10. Oktober 1935 in New York uraufgeführt wurde, hatte das für die Kulturgeschichte der Neuen Welt eine ähnliche Bedeutung wie 1791 die Uraufführung von Mozarts „Zauberflöte“ für das europäische Musikleben. Zum ersten Mal standen afro-amerikanische Charaktere und Schicksale im Zentrum einer Volksoper; zum ersten Mal wurden Spirituals, wurde der gesamte musikalische Beitrag des schwarzen Amerikas in großem Format als Weltkultur gewürdigt. Bezeichnend für den damaligen Rassismus, dass ein weißer Komponist diese Bresche schlagen musste – auf der Grundlage einer Novelle von DuBose Heyward. Dessen Buch war das erste bedeutende Werk eines angloamerikanischen Autors, das Schwarze nicht als komische Figuren oder unbedarfte Kinder zeigt, sondern als Menschen mit einem ernst zu nehmenden sozialen Umfeld, konfrontiert mit den gleichen Problemen, mit denen sich auch Weiße auseinandersetzen müssen.
Dass die Gershwin-Brüder bei der Übertragung des Stoffs ins Musiktheater Karikaturen und Klischees vermieden, dass die Figuren ihre Würde, ihre Triumphe und ihre Tragik behielten – das macht „Porgy & Bess“ ewig gültig. Die Geschichte des „Negerkrüppels“ und der schönen Schwarzen, die er im Lauf eines einzigen Sommers voller Leidenschaft und Gewalttätigkeit lieben lernt und wieder verliert, ist ebenso schlicht wie anrührend.

Weitere Infos

Veranstaltungsdauer: 2h 25 Min., 1 Pause

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