Sa | 01.12. | 20 Uhr (P) Hommage an Adolf Busch

Eigenproduktion

Eine sinfonisch-szenische Annäherung
anlässlich des Konzerts von Peter Serkin
mit dem Apollo-Ensemble,
der Philharmonie Südwestfalen
und dem Philharmonischen Chor Siegen
Regie: Magnus Reitschuster
Musikalische Leitung: Lothar R. Mayer

"A survivor from Warshaw" von Arnold Schönberg
Sprecher: Jan Vering
Szenen aus „Busch-Brüder oder Die Heimkehr“
von Magnus Reitschuster
Chaconne aus der Partita Nr. 2 d-Moll von Johann Sebastian Bach
Violine: Sohei Takahata, Konzertmeister Philharmonie Südwestfalen


Übergabe des Apollo-Flügels
Peter Serkin spielt als Erster den neuen Flügel

Diese Veranstaltung liegt in der Preisgruppe C.

Preisklassen
Preise
Platzkategorie I 30.00 € / 23.00 € (erm.)
Platzkategorie II 24.00 € / 19.00 € (erm.)
Platzkategorie III 17.00 € / 10.00 € (erm.)
Veranstaltungsbild:

Peter Serkin, selbst ein Pianist von Weltgeltung, ist der Enkel des gebürtigen Siegeners Adolf Busch. Von dem hieß es vor 80 Jahren, kein Geiger auf der Welt könne die Bach’sche Chaconne seelenvoller interpretieren. Serkins Vater, der legendäre Pianist Rudolf Serkin, war Buschs Schwiegersohn und jahrzehntelang sein musikalischer Partner. Die deutsche Reichsregierung hatte 1933 von Busch verlangt, dass er sich von seinem jüdischen Pianisten trenne. Die Reaktion: Ein klares „Nein“ – und die Absage aller Konzerte in Nazi-Deutschland. Mit Arnold Schönbergs beklemmendem „A Survivor from Warshaw“ wird klar, gegen welchen Ungeist aufrechte Deutsche wie Adolf Busch und sein Bruder Fritz, der gefeierte Dirigent, von Anfang an Stellung bezogen. Auch wenn es die Karriere und die Heimat kostete.

ADOLF BUSCH ZU EMMY GÖRING:
Dass ihr nur die Bücher verbrennt,
ist eine Beleidungung für die Musik.
Verbrennt uns auch.
Wir haben dasselbe Recht,
genau dasselbe Recht,
von euch verbrannt zu werden ist wie die Literatur!
Übergebt die Partituren den Flammen,
zersägt die Flügel, merzt die Harfen aus,
schlachtet die Stradivaris,
zerhackt sie in Scheiben wie eine Salami.
Verbrennt uns!
Aber; bitte, verschont uns vor der
Jauche eurer Bewunderung!

Aus: "Busch-Brüder oder Die Heimkehr"

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