Haydn, Sibelius

Konzerte & Apollo Vokal

Zum Konzert

mit der Philharmonie Südwestfalen
Dirigent: Christoph Altstaedt

J. Haydn: Sinfonie Nr. 63 C-Dur I:63 („La Roxelane“) (1777)
Sinfonie Nr. 73 D-Dur I:73 („La chasse“) (1781)
J. Sibelius: Sinfonie Nr. 7 C-Dur op.105 (1918-24),
„Tapiola“ op. 112 (1925)

Preisgruppe C

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Fr | 12.04.2019 | 20:00 Uhr

Karten verfügbar

ab 19,00 / 11,00

Haydn, Sibelius

Ein Konzert mit zwei großen Antipoden: Joseph Haydn, 29 Jahre lang „livrierter Musiker“ im Rang eines Hausoffiziers bei der Familie Esterházy, erfand in seiner ländlichen Abgeschiedenheit am Hof der Esterházys die grundlegenden Formen klassischer Instrumentalmusik. Generationen von Komponisten beriefen sich darauf. „Ich war von der Welt abgesondert, niemand in meiner Nähe konnte mich an mir selbst irremachen und quälen, und so musste ich original werden“. Ob Sinfonien oder Streichquartette – viele der bedeutenden und richtungsweisenden musikalischen Formen beruhen auf dem feinen, innovativen Gespür Joseph Haydns. Auch die beiden Sinfonien Nr. 63 & 73 bewegen sich in diesem klassischen Rahmen. Beide sind von unverkennbarer Klarheit, handwerklicher Meisterschaft und Schönheit. Mit parodistischer Heiterkeit verarbeitete er in beiden Sinfonien musikalisches Themenmaterial eigener oder fremder Opern, ohne je seine Originalität zu verlassen. Auf der anderen Seite sucht Jean Sibelius im Übergang zwischen Romantik und Moderne nach Wegen, eben jene klassischen Grundmuster zu überwinden. In seiner letzten, der 7. Sinfonie C-Dur op. 105, gibt es anstelle der üblichen vier Sätze nur noch einen – eine Suche nach neuen Formen also, die ihn im Übrigen mit seinem Freund Gustav Mahler verbindet. Desgleichen ist zu erkennen in seiner Tondichtung „Tapiola“ (op. 112), seinem letzten großen Meisterwerk.

 

Einführungsvortrag des Fördervereins der Philharmonie
Di I 9.4. I 18 Uhr I Museum für Gegenwartskunst
Referentin: Bettina Landgraf, Eintritt frei