Jugend ohne Gott – Ersatzvorstellung für Maria Stuart

Schauspiel & Musiktheater

Zum Stück

Ersatzvorstellung
Aufgrund einer Erkrankung im Ensemble kann das Schauspielhaus Bochum die Vorstellung „Maria Stuart“ nicht zeigen. Bereits gekaufte Karten für „Maria Stuart“ behalten ihre Gültigkeit.

nach dem Roman von Ödön von Horváth
in einer Fassung von Eva Bormann und Martina van Boxen
Regie: Martina van Boxen
Choreografie: Arthur Schopa
Bühne: Michael Habelitz
Kostüme: Esther van de Pas
mit Martin Weigel, Michael Habelitz, Rudolf Klein, Anne Stein, Franziska Roth, Leonhard Meier, Yannik Heckmann, Anne Weise, Clara Kroneck, Manuel Loos
Schauspiel Bochum

Spieldauer: 1:45 h, ohne Pause

Jugend ohne Gott

Den persönlichen Schaden vor Augen schweigt lieber, wer sich nicht selbst an den Pranger liefern will. Denn wer die Wahrheit spricht, muss mit dem Schlimmsten rechnen. Als Ödön von Horváth 1937 seinen Roman schrieb, war ihm die politische Entwicklung seiner Zeit allgegenwärtig. Am Beispiel einer namenlos gewordenen Generation Jugendlicher zeichnete er den Verlust von autonomem Denken auf. Ihnen vorgesetzt ein Lehrer, der sich zusehends in Verfehlungen gegenüber seinen Schülerinnen und Schülern verstrickt. Zugleich schuf Horváth eine Kriminalgeschichte über erste Liebe und Sexualität, Gewalt und Gleichgültigkeit, die Suche junger Menschen nach Orientierung und Erwachsener nach dem Umgang mit der Wahrheit. Und über die Fragen nach eigener Verantwortung und der Notwendigkeit zu handeln. Fragen, die sich nicht weniger drängend auch heute wieder stellen. Martina van Boxen inszeniert „Jugend ohne Gott“ mit Ensemblemitgliedern und Schauspielstudierenden.

Stimmen

Wo Horváth über die Innensichten der Figuren Hinweise für geistige Einengung liefert, knüpft der Choreograph Arthur Schopa mit gestischem Material an. Bewegungselemente und -bilder spielen eine ebenso große Rolle wie der atmosphärische Live-Soundtrack, den Manuel Loos mit dem Ensemble erarbeitet hat. – Ein starker Abend!

WAZ