Schostakowitsch, Prokofiev

Konzerte & Apollo Vokal

Zum Konzert

Philharmonie Südwestfalen, Solist: Erik Ásgeirsson (Cello), Dirigent: Enrico Delamboye

Dmitri Schostakowitsch: Konzert für Cello und Orchester Nr. 1 in Es-Dur op. 107 (1959)
Sergej Prokofiev: Auszüge aus dem Ballett „Romeo und Julia“ op. 64 (1935)

Preisgruppe C

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Fr | 15.05.2020 | 20:00 Uhr

Karten verfügbar

ab 22,00 / 12,50

Schosta-kowitsch, Prokofiev

„Das Warten auf die Exekution ist eines der Themen, die mich mein Leben lang gemartert haben, viele Seiten meiner Musik sprechen davon.“ Die Verhaftung fürchtend ging Schostakowitsch nachts in Straßenkleidern schlafen. Er schrieb dem kommunistischen Regime Hymnen und blieb gleichzeitig auf Distanz. Daraus entstand Musik zwischen Konvention und Revolution, modern in Melodik und Harmonik und getragen von fundiertem Handwerk. Mstislaw Rostropowitsch, Uraufführungscellist des 1. Cellokonzerts, sah im Schaffen Schostakowitschs eine „Geheimgeschichte Russlands“. Das Cello-Konzert entstand in der Tauwetter-Periode nach Stalin und gilt als musikalische Abrechnung. Prokofiev, als Komponist ebenso frühbegabt wie Schostakowitsch und zudem ein brillanter Pianist, versuchte sich dem politischen Druck zu entziehen und ging 1918 ins Ausland. Aber weder sein zweijähriger Amerika-Aufenthalt noch das Pariser Exil konnten ihm die Heimat ersetzen. 1936 kehrte er nach Moskau zurück und erlebte – Diskriminierungen zum Trotz – eine Schaffensblüte. Die Ballettmusik zu Romeo und Julia stand allerdings unter schlechten Sternen und galt als nicht tanzbar. „Es gibt keine traurigere Geschichte auf der Welt als ein Trauerspiel Shakespeares mit Ballettmusik von Prokofiev.“, ulkte Galina Ulanowa. Heute zählt das Ballett zu Prokofjievs bedeutendsten Werken.

 

Einführungsvortrag des Fördervereins der Philharmonie
Di I 12.5. I 18 Uhr I Oberes Apollo-Foyer,
Referentin: Katrin Mainz, Eintritt frei