Ravel, Stravinsky

Musiklegenden des 20. Jahrhunderts
© Stefan Armbrust↑ Die Philharmonie Südwestfalen mit ihrem Chefdirigenten Nabil Shehata (2. von links, Symbolfoto).
Foto: Stefan Armbrust
Beschreibung ↓

Zwei grandiose Komponisten stehen auf dem Programm, deren Musik sich stark unterscheidet. Aber beide wurden auf ihre eigene Weise avantgardistisch wahrgenommen.
Maurice Ravel trug sich lange mit dem Gedanken an eine große Walzervertonung, von 1906 bis 20 arbeitete er an „La Valse“. Unter dem Eindruck des ersten Weltkrieges geriet das Werk allerdings nicht mit Leichtigkeit, vielmehr wurde es eine Art „Apotheose des Wiener Walzers“, die am Ende völlig aus den Fugen gerät.
Im Gegensatz dazu kam Ravel, der selber rein körperlich nicht zu den ganz großen zählte mit seinen 1,58m, gerne der Bitte eines Freundes nach, kindgerechte Musik für seine Kinder zu schreiben. Basierend auf einer französischen Märchensammlung von Charles Perrault von 1697 schrieb er die wunderbare und raffiniert instrumentierte Suite „Ma mère l `oye“ (Mutter Gans), die unter anderem Dornröschen oder den kleinen Däumling portraitiert.
Igor Stravinsky wusste zu provozieren, denkt man nur an die Uraufführung des „Le Sacre du printemps“. Auch sein Ballett „Pétrouchka“ in vier Szenen gefiel nicht jedem auf Anhieb. Dabei handelt es sich um die Geschichte einer Puppe, um ein Puppenspiel auf dem Jahrmarkt. Die Begegnungen mit einem Mohr und einer Ballerina bis zum Tode der Puppe werden genial und sehr einfallsreich vertont, denn wie sagte der Meister selber: „Jede Aufgabe hat ihre eigene Lösung“.

»Ein besonders west-östliches Programm.«

Programm:

  • Maurice Ravel (1879 – 1937)
    "La valse" (1919 – 20)
    "Ma mère l’oye" (1911)
  • Igor Stravinsky (1882 – 1971)
    Petrouchka (1910 – 11)
Termine ↓
Fr • 31. Mär 23 • 19:30 Uhr Apollo-TheaterApollo begrüßt um 19:00 Uhr
Infos ↓
Konzert 10+

Mit der Philharmonie Südwestfalen (D)

Besetzung: Philharmonie Südwestfalen
Leading Team: Nabil Shehata (Dirigent),