Peiden

Ein Dorf gerät in Schieflage.
© Yanik BürkliFoto: Yanik Bürkli
Beschreibung ↓

"Peiden" erzählt von einem Dorf am sonnigen Hang in den Bergen, davon, wie es zweimal niederbrannte und zweimal aufgebaut wurde, den Hang runterrutschte und verlassen wurde, bis selbst der Friedhof sich leerte. Und es erzählt vom Schauspieler Bruno Cathomas, dessen Vorfahren das Kurhotel Peiden-Bad führten, und davon, wie er eines Morgens mit einem Brandmal aufwachte, wie er als Zwölfjähriger acht Stunden an einen Baum gefesselt wurde, wieso der Dorfpolizist schuld ist, dass er eine Schlosserlehre bei Blocher absolvieren musste, und weshalb er nun so geworden ist, wie er ist: bewundert auf den deutschen Bühnen für seine masslose Darstellung, weil er seine Figuren und sich selbst immer an den Rand des Möglichen führt, und gefürchtet in der Heimat, weil er kein Blatt vor den Mund nimmt. Da hört man schon mal die Klage, wieso er immer so ein Grober sein müsse. Dieser Bruno trifft auf einen anderen Bruno, einen, der sein Dorf nie verlassen hat und von den Erinnerungen an seine Ahnen lebt. Was sich dann wirklich zugetragen hat, weiss schliesslich nur die heilige Mutter Gottes, die in den Glenner geworfen wurde. Eins jedoch ist gewiss: Für zwei Brunos ist die Welt zu klein.

»Das reale Ereignis wird in dem Stück Anlass für die Frage, was es bedeutet, wenn in einem Leben etwas in Schieflage gerät, und sich verändert.«
© Yanik BürkliFoto: Yanik Bürkli
Termine ↓
Sa • 03. Dezember 22 • 19:30 Uhr Apollo-TheaterApollo begrüßt um 19:00 Uhr
Infos ↓
Schauspiel 14+
Von und mit Bruno Cathomas mit dem Theater Chur (CH)
Dauer: ca. 80 Min., keine Pause
Deutsche Erstaufführung
Preise: C

Sprache: In Hochdeutsch, Schweizerdeutsch und Rätoromanisch (Sursilvan) mit deutschen Übertiteln

Besetzung: Bruno Cathomas
Leading Team: Rafael Sanchez (Regie), Rafael Sanchez und Roman Weishaupt (Autoren), Martina Mutzner (Dramaturgie), Mariano Tschuor (Oeil Extérieur), Duri Bischoff (Bühnenbild), Dominique Steinegger (Kostüme), Robin Nidecker (Video), Carlos Marquerie (Lichtdesign), Alvise Lindenberger und Flurin Schütz (Regieassistenz), Hannes Fister (Produktionsleitung), Laurin Bieler (Produktionsassistenz), Flurin SchuM6;tz und Martina Mutzner (Übertitel)
Mit freundlicher Unterstützung durch: Boner Stiftung für Kunst und Kultur, Wilhelm Doerenkamp-Stiftung, Stiftung Fürstl. Kommerzienrat Guido Feger, Fundaziun agid social e cultural, Graubündner Kantonalbank, Linsi Foundation, Vischnaunca Lumnezia, Ernst Göhner Stiftung, LANDIS & GYR STIFTUNG, Stiftung Lienhard-Hunger, Stiftung Stavros S. Niarchos, Pro Laax, Stiftung Dr. Valentin Malamoud
Pressestimmen ↓

"Ein vordergründig komischer Abend, doch auf der zweiten Ebene sehr berührend. (...) Das Churer Premierenpublikum feierte Cathomas (...) nach seinem 85-minütigen Solo mit frenetischem Beifall und Bravorufen. Es feierte auch einen Mann, der einen weiten Weg nehmen musste, um sich selbst zu finden - vom Bub vor dem Spiegel bis zum Bühnenmenschen, der mit zwei, drei Sätzen seine Zuschauerinnen und Zuschauer sofort im Sack hat."

Bündner Tagblatt, 31.10.2022 

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