Beschreibung ↓
Über die letzten Jahrhunderte veränderte sich die Musik enorm, aber zu jedem Zeitpunkt konnte sie auf ihre Weise magische Momente entstehen lassen. Das reizte auch immer wieder Komponisten, sich mit Melodien, Gedanken früherer Kollegen und markanten Ereignissen auseinanderzusetzen. Und so entstand mit der Reformationssinfonie Mendelssohns ein Denkmal für Martin Luther, mit den Haydn-Variationen eine facettenreiche Musik über den Choral St. Antoni (der aber wohl doch nicht von Haydn selber stammte) oder die Bruchsche Reflektion über Kol Nidrei, dem jüdischen Gebet vor Jom Kippur.
Bei Igor Stravinsky spricht man heute sogar von seiner neoklassizistischen Periode, in der er sich mit seinen modernen Mitteln mit alter Musik auseinandersetzte. Kevin Puts dachte bei seinem Werk ähnlich, hatte aber auch ein klares Ziel vor Augen: Virelai wurde für den Amtsantritt eines anderen Musikdirektors bei seinem neuen Orchester geschrieben.
Termin ↓
Infos ↓
Puts, Bruch, Stravinsky, Brahms, Mendelssohn-Bartholdy
| Preis im Freiverkauf: | 49 • 43 • 32 € |
| Preis im Abonnement: | 38,50 • 33,50 • 24,50 € |
| Ermäßigt im Freiverkauf: | 24,50 • 21,50 • 16 € |
| Ermäßigt im Abonnement: | 19,25 • 16,75 • 12,25 € |
Einführung: Beachten Sie die kostenlosen Einführungsveranstaltungen durch den Förderverein der Philharmonie Südwestfalen.
Programm: Kevin Puts (geb. 1972) Virelai after Guillaume de Machaut (2019) • Max Bruch (1838-1920) Kol Nidrei für Violoncello und Orchester op. 47 (1880) • Igor Stravinsky (1882-1971) Monumentum pro Gesualdo (1960) • Johannes Brahms (1833-97) Variationen über ein Thema von Joseph Haydn B-Dur op. 56a (1837) • Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809-47) Sinfonie Nr. 5 d-moll op. 107 (Reformations-Sinfonie) (1829-30)
*Re: steht für ein erneutes Hinhören. Für den Moment, in dem Musik uns wiederbegegnet und wir sie neu erleben. Vertrautes öffnet sich in neue Zusammenhänge, Bekanntes zeigt unerwartete Seiten, und Unbekanntes wird unmittelbar erfahrbar. Jedes Konzert schafft dabei einen eigenen Zugang – über Klangfarben, über Energie oder über Erinnerung und Assoziation. Im Zentrum steht das Hören selbst: als persönliche Erfahrung, die sich im gemeinsamen Erleben im Konzertsaal verdichtet. Musik entsteht im Raum zwischen Bühne und Publikum – im einzigartigen Augenblick des Hörens. So entsteht eine Reihe von Konzerten, die unterschiedliche Zugänge zur Musik eröffnet und das gemeinsame, immer wieder neue Hören in den Mittelpunkt stellt.
Ingmar Beck, Chefdirigent der Philharmonie Südwestfalen ab der Saison 2026/2027