Antigone
Beschreibung ↓
Ein frisch gekürter König erlässt einen Befehl. Und seine Nichte ignoriert ihn. Antigone bestattet ihren im Krieg gefallenen Bruder, obwohl König Kreon, ihr Onkel, dies bei Todesstrafe untersagt hat. Er sieht in dem Gefallenen einen Vaterlandsverräter und rechtfertigt seine Gnadenlosigkeit mit der Staatsräson. Antigone hingegen glaubt ihr Handeln durch ethische Werte und moralische Gebote legitimiert.
Mit seiner im Jahr 442 v. Chr. verfassten Tragödie hat der griechische Dichter Sophokles einen Text geschaffen, der alle wesentlichen Konflikte menschlicher Existenz versammelt: die Konfrontation zwischen alt und jung, Mann und Frau, Gesellschaft und Individuum, Lebenden und Toten, Mensch und Göttern. In Zeiten zunehmender Demokratiefeindlichkeit und des weltweiten Erstarkens populistischer Tendenzen hat dieses vor fast 2500 Jahren geschriebene, sprachgewaltige Stück bis heute nichts von seiner packenden, bewegenden Dramatik eingebüßt.
Termin ↓
Infos ↓
Antigone
| Preis im Freiverkauf: | 39 • 32 • 23 € |
| Preis im Abonnement: | 28,10 • 22,20 • 16,60 € |
| Ermäßigt im Freiverkauf: | 19,50 • 16 • 11,50 € |
| Ermäßigt im Abonnement: | 14,05 • 11,10 • 8,30 € |
Gefördert durch das Kultursekretariat NRW Gütersloh
Pressestimmen ↓
Antigone mit zwei Menschen (dem Spieler Sebastian Kautz und dem kongenialen Musiker Gero John) und diversen Köpfen, denen die absonderlichen Charaktere in die Gesichter geformt waren. Diese Häupter sind Wunderwerke der Puppengestaltung, sie bewegen nur ihre Münder und drücken doch gleichzeitig ein ganzes Wesen in seiner Machtgier, seinem trotzigen Ungehorsam, seiner blinden Weisheit aus. Cipolla spielt das leise und eindringlich, ohne Effekte, konzentriert auf Sophokles’ Sprache. Und wenn das Licht erlischt nach dem Todesspiel, hallt der Satz nach, auch ins Heute: „Ungeheuer ist viel. Doch nichts ungeheuerer als der Mensch.“
Nürnberger Nachrichten
Sprache und Musik harmonieren und ergänzen sich vortrefflich. Kautz ist ein virtuoser Spieler und John unterlegt die Szenen je nach Bedarf mit dramatischen oder poetischen Akzenten. Das Publikum zeigte sich begeistert. Am Ende spendete es einen donnernden Applaus und Standing Ovations.
Made in Bocholt