Schauspielhaus Zürich / Volkstheater Wien / Weiterspielen Productions

Ödipus Tyrann

Atemberaubend gute Schauspielkunst
Beschreibung ↓

Theben wird gleich doppelt heimgesucht: Eine Pandemie und eine große Dürre bedrohen das Leben in der Stadt. Erwartungsvoll richten sich alle Augen auf König Ödipus, der Theben schon einmal retten konnte und es nun erneut vom Elend befreien soll. Doch nach und nach wird klar, dass Ödipus in Wirklichkeit die Wurzel des aktuellen Übels ist, was er selbst – stur, selbstgerecht und verblendet – als Allerletzter wahrhaben will.

Sophokles' Ödipus Tyrann erzählt von einem Menschen, der König sein will. Der bei der Suche nach Schuldigen für die epochale Krise sich selbst ausnimmt und so zum Tyrannen wird. Er wollte der Stadt Theben Klarheit bringen. Und hinterlässt ihr und seinen Töchtern Ismene und Antigone Zerstörung, Leid, Schmerz, tiefe Trauer. Und Wut.

Gertrud-Eysoldt-Ring 2022 für Patrycia Ziólkowska und Alicia Aumüller und die Einladung zum Schweizer Theatertreffen 2023. Dazu Pressekritiken, die sich gegenseitig in Superlativen überbieten. Ödipus Tyrann mit Patrycia Ziólkowska und Alicia Aumüller in der Regie des zukünftigen Intendanten des Bochumer Schauspielhauses Nicolas Stemann ist ein theatrales Erlebnis von großer Wucht.

»Die preisgekrönte Zürcher Inszenierung von Nicolas Stemann kommt ins Apollo-Theater.«
Termin ↓
Fr • 30. Apr 27 • 19:30 UhrSApollo-TheaterApollo begrüßt, Im Anschluss Nachgespräch• 
Vor­verkauf ab 28.08.
Infos ↓
Ödipus Tyrann
Schauspiel 12+
Von Sophokles mit Schauspielhaus Zürich (C) / Volkstheater Wien (A) / Weiterspielen Productions (D).
Dauer: ca. 1 h 45 Min., keine Pause
Preis im Freiverkauf42 • 36 • 26 €
Preis im Abonnement31 • 26,50 • 20 €

Ermäßigt im Freiverkauf: 21 • 18 • 13 €
Ermäßigt im Abonnement: 15,50 • 13,25 • 10 €

Übersetzung: Deutsch von Nicolas Stemann.

Ausgezeichnet mit: Gertrud-Eysoldt-Ring 2022 für Patrycia Ziólkowska und Alicia Aumüller; Einladung zum Schweizer Theatertreffen 2023

Besetzung: Alicia Aumüller & Patrycia Ziólkowska
Leading Team: Nicolas Stemann (Inszenierung, Bühnenbild, Musik), Selina Puorger (Mitarbeit Bühnenbild), Marysol del Castillo / Dorothea Knorr (Kostümbild ), Benjamin von Blomberg (Dramaturgie)
Veranstalter: Apollo-Theater Siegen
Pressestimmen ↓

Extra gute Schauspielkunst.
Margarete Affenzeller, Der Standard

Alicia Aumüller und Patrycia Ziolkowska spielen sich die Seele aus dem Leib. Sie verkörpern alle Rollen, sind Volk, Ödipus, Iokaste und Tiresias zugleich. Mit nur winzigen äußerlichen Änderungen […] gestalten sie immer neue Figuren. Ziolkowska ist mal fast grotesk verzweifelter Ödipus, mal, im Zusammenspiel mit Aumüller, fantastischer, perfekt synchroner Chor. Atemberaubend. Große Begeisterung im Publikum.
Barbara Beer, Kurier

Rasant wechseln Geschlechter und Figuren, die die Darstellerinnen brillant definieren. Patrycia Ziolkowskas Körperspiel zeigt die Verletzlichkeit des Königs, der sich schonungslos der Geschichte stellen muss und den die Scham für immer quälen wird. […] Alicia Aumüller trifft subtil die feinen Töne, mutig und zögerlich begibt sie sich auf Spurensuche, um das Geheimnis zu lüften. Frenetischer Applaus und stehende Ovationen für einen bemerkenswerten Abend.
Julia Danielczyk, Salzburger Nachrichten

Über ↓

Alicia Aumüller geboren 1983 in Salzburg, studiert an der Zürcher Hochschule der Künste. Nach ihrer Ausbildung wird sie 2008 als festes Ensemblemitglied ans Theater Neumarkt engagiert, anschliessend geht sie von 2012 - 2019 ans Thalia Theater Hamburg. Sie arbeitet u.a. zusammen mit den Regisseur*innen Barbara Weber, Christoph Schlingensief, Jette Steckel, Anne Lenk, Luk Perceval, Johann Simons, Jan Bosse, Stefan Pucher sowie dem Künstler*innen Duo Tiit Ojasoo und Ene-Liis Semper. Seit der Spielzeit 2019/2020 ist sie Ensemblemitglied des Schauspielhaus Zürich. Hier spielt sie u.a. in Inszenierungen von den Regisseur*innen Nicolas Stemann, Yana Ross, Trajal Harrell. Für ihre schauspielerische Leistung in der Inszenierung von Yana Ross „Mein Jahr der Ruhe und Entspannung“ wird sie 2021 mit der „Goldenen Maske“ ausgezeichnet. 2021 sowie 2022 wird sie als Artist in Residence nach Melpignano/Apulien eingeladen. Zusammen mit Barbara Weber und Giacomo Veronesi erarbeitet sie mehrere site-specific Performances für den öffentlichen Raum. 2023 erhält sie den Gertrud-Eysoldt-Ring zusammen mit ihrer Spielpartnerin Patrycia Ziolkowska, für Ihr Spiel in „Ödipus, Tyrann“ in der Regie von Nicolas Stemann.

Patrycia Ziolkowska geboren 1979 in der Nähe von Warschau, erhielt ihre Ausbildung an der Westfälischen Schauspielschule Bochum. Engagements in Bochum, Hannover, Bonn, Köln, am Deutschen Schauspielhaus Hamburg, der Volksbühne und der Schaubühne in Berlin sowie bei den Salzburger Festspielen folgten. 2009-2016 Ensemblemitglied am Thalia Theater Hamburg, 2017-2020 am Schauspiel Frankfurt. Wichtige künstlerische Weggefährten sind u.a. Luk Perceval, Dimiter Gotscheff und Nicolas Stemann. Für ihre Kriemhild in Hebbel’s „Nibelungen“, 2008 am Schauspiel Köln, Regie Karin Beier, wird Ziolkowska als Beste Hauptdarstellerin NRWs geehrt und für den Faust- Theaterpreis nominiert. Für ihre herausragende darstellerische Leistung in Nicolas Stemanns „Faust I + II “, wird sie 2012 mit dem Rolf-Mares-Preis ausgezeichnet. Ulrich Rasches „Nestroy“ -preisgekrönte „Perser“-Inszenierung führt sie 2018 wieder nach Salzburg. Auch Fatih Akin entdeckt sie für sein Kino. Bereits 2001 entsteht „Solino“, 2007 feiert der mehrfach ausgezeichnete Film „Auf der anderen Seite“ als Wettbewerbsbeitrag beim Festival de Cannes Premiere.

Nicolas Stemann machte zunächst vor allem Musik und spielte in diversen Bands und obwohl er die Musik nie aufgegeben hat, studierte er erst Philosophie und schliesslich Regie in Hamburg und Wien. Seit den Anfängen mit seiner freien Gruppe und seiner Kollaboration mit der Tanzcompagnie El Colegio del Cuerpo in Cartagena/Kolumbien hat Stemann an allen wichtigen Theatern im deutschsprachigen Raum gearbeitet und wurde immer wieder zu internationalen Festivals eingeladen. Mit der Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek verbindet ihn eine exklusive Arbeitsbeziehung. Stemanns Antrieb ist bis heute, die widersprüchlichen, nicht zu versöhnenden und doch gleichzeitig stattfindenden Bewegungen und Strömungen der Gegenwart miteinander in Kontakt zu bringen. Diejenigen, die sich im wirklichen Leben tunlichst aus dem Weg gehen, treffen bei Stemann aufeinander. Auch seine Mittel sind verschiedenartig, neben der Musik öffnet er das Theater wie in seinem Faust I & II immer wieder anderen Künsten. Mit eben diesem Faust, der exemplarisch für seine Fähigkeit steht, mit kanonischen Texten spielerisch Gedanken und Gefühle für Menschen heute auf den Punkt zu bringen, stellte er sich in Zürich vor. Hier wurde Nicolas Stemann zusammen mit Benjamin von Blomberg Intendant. Ab der Spielzeit 2027/28 wird Stemann Intendant am Schauspielhaus Bochum. Stemann gilt als „einer der namhaftesten Regisseure des deutschsprachigen Theaters“ (Süddeutsche Zeitung)

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