Brahms, Mendelssohn Bartholdy

Konzerte & Apollo Vokal

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Preisgruppe C

Dirigent: Nabil Shehata
mit der Philharmonie Südwestfalen

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Fr | 05.03.2021 | 20:00 Uhr

evtl. Restkarten an der Abendkasse

„Brahms, Mendelssohn Bartholdy“ – eine Konstellation, die sich auf dem Konzertpodium in harmonischer Weise fügt, denn beiden gebührt ein lichtheller Platz auf der musikalischen Ruhmesleiter. Bei allen Unterschieden in Temperament, Lebensumständen und Karriere gibt es verblüffende Gemeinsamkeiten: Beide sind in Hamburg geboren, Mendelssohn etwas früher (1809). Als er 1847 starb, avancierte der 16-jährige Brahms gerade zum pianistischen Jungstar. Und da leuchtet eine weitere Parallele auf: Beide waren veritable musikalische Wunderkinder. Beide hatten eine große Begeisterung für die Musik der Vergangenheit, beide ließen sich gerne in der Schweiz kompositorisch inspirieren – und beide hatten denselben Feind: den Bayreuther Gesamtkunstwerkler Richard Wagner! Mendelssohn Bartholdy wurde nachhaltig denunziert in der Schrift „Das Judenthum in der Musik“, Brahms mit Bemerkungen über dessen Zugehörigkeit zur „Enthaltsamkeitskirche“, in der stets nur Kammermusik gespielt werde. Weder Felix Mendelssohn Bartholdy noch Johannes Brahms tut dies in der heutigen Beliebtheitsskala einen Abbruch.Das Doppelkonzert a-Moll für Violine, Violoncello und Orchester op. 102 ist das letzte der Brahms’schen Orchesterwerke. Der Violin-Part war Joseph Joachim gewidmet, mit dem ihn aus der Zeit mit dem Ehepaar Schumann eine sehr enge und fruchtbringende Freundschaft verband.Die Sinfonie Nr. 3 in a-Moll op. 56 (MWV N 18) von Mendelssohn Bartholdy ist – wie der Beiname verrät – nicht in der Schweiz entstanden, sondern während einer Schottlandreise. Auf den Spuren Maria Stuarts wandelnd, verfasste er an historischen Plätzen detailreiche Skizzen, die dann ihre Umsetzung fanden in der Ouvertüre „Die Hebriden“ und eben jener „Schottischen Sinfonie“.Mehrfach überliefert ist dieses Bonmot von Brahms: „Alle meine Werke gäbe ich drum, wenn ich eine Ouvertüre wie die Hebriden von Mendelssohn hätte schreiben können.“