Gottes Lebenslauf

Schauspiel & Musiktheater

Zum Stück

Preisgruppe C

mit Dieter Hallervorden und Peter Bause u.A.
Schlosspark Theater Berlin

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Do | 22.10.2020 | 20:00 Uhr

evtl. Restkarten an der Abendkasse

Fr | 23.10.2020 | 20:00 Uhr

evtl. Restkarten an der Abendkasse

Sa | 24.10.2020 | 19:00 Uhr

evtl. Restkarten an der Abendkasse

So | 25.10.2020 | 16:30 Uhr

evtl. Restkarten an der Abendkasse

So | 25.10.2020 | 20:00 Uhr

evtl. Restkarten an der Abendkasse

Gott (Dieter Hallervorden) hat die Schöpfung hinter sich: Der Himmel ist fertig, die Erde ist fertig, die Tiere sind fertig und so auch der Mensch. Jetzt fühlt sich der Schöpfer selbst fix und fertig. Er verfällt in tiefe Melancholie. Schnellstens muss er beginnen, wieder aktiv zu werden, irgendetwas Neues anzugehen.Er entscheidet sich, Arbeit zu suchen, wie jeder gewöhnliche Sterbliche auch. Dafür stellt er seinen Lebenslauf zusammen, formuliert ein Bewerbungsschreiben und wird umgehend zur Erde zitiert, zum Sitz einer großen Unternehmensgruppe. Vor ihm liegt eine Woche mit Tests und diversen Gesprächen, die der Personaldirektor (Peter Bause) mit ihm führt. Sie sprechen über prachtvolle Sonnenuntergänge und zerstörerische Tsunamis, lebendigen Urwald und tote Wüste, Albert Einstein und Donald Trump, Mutter Teresa und Adolf Hitler. Zu allem, was die Menschheit bewegt, muss Gott Rede und Antwort stehen – ein humorvoller Hürdenlauf!Die satirische Komödie von Jean-Louis Fournier hat Dieter Hallervorden selbst aus dem Französischen ins Deutsche übertragen. Den Feinschliff bekam das Stück in Zusammenarbeit mit den Co-Autoren Frank Lüdecke und Arnulf Rating. Auch im „echten Leben“ hat Hallervorden lebenslang neue Herausforderungen gesucht. 1935 in Dessau geboren, begann er zunächst ein Romanistik-Studium an der Humboldt-Universität in Berlin, floh 1958 wegen der eingeschränkten Meinungsfreiheit nach West-Berlin und studierte dort weiter. Parallel nahm er Schauspiel-Unterricht. 1960 gründete er mit Kollegen zusammen das Kabarett „Die Wühlmäuse“, nachdem die bereits etablierten „Stachelschweine“ ihn abgelehnt hatten. Schon bald folgten Fernseh- und Filmauftritte. Er tat sich als Satiriker und Komiker hervor. Die Slapstick-Serie „Nonstop Nonsens“ machte ihn endgültig populär. Doch Dieter Hallervorden hat sehr viel mehr zu bieten: In seinem langen Berufsleben ist er nicht nur Kabarettist und Komiker gewesen, sondern auch Schauspieler, Sänger, Synchronsprecher, Moderator und Theaterleiter. Seine besondere Verbundenheit zu den „Brettern, die die Welt bedeuten“ zeigt sich auch in den beiden Theatern, die er bis heute leitet: 2008 übernahm Hallervorden das nicht mehr bespielte und seit Jahren unwirtschaftliche Schlosspark Theater in Berlin-Steglitz – da war er bereits 73 Jahre alt. Er mietete das Theater gleich für mindestens zehn Jahre, baute es um und sanierte es mit reichlich eigenem Geld und Herzblut. So sicherte er das Bestehen des Theaters bis heute. Für die „Wühlmäuse“ kaufte Hallervorden 2010 eine feste Bleibe am Theodor-Heuss-Platz der Hauptstadt. Dort verfügt das Ensemble über einen Theatersaal mit 516 Sitzplätzen. Er ist Gastspielort für viele renommierte Kabarettisten und Austragungsort für „Das große Kleinkunstfestival“.Filmschauspielerische Höhepunkte hat Hallervorden noch 2013 in „Sein letztes Rennen“ und 2014 in „Honig im Kopf“ gesetzt. In diesem Jahr musste Dieter Hallervorden die Herausforderungen nicht lange suchen: Pandemie und Lockdown trafen den Privattheater-Leiter mit voller Härte. Als einer der Allerersten schrieb er bereits im April einen „offenen Brief“ an den Berliner Kultursenator sowie die Kulturstaatsministerin mit Vorschlägen dafür, mit welchen Hygiene- und Verhaltensregeln sich die Theater vielleicht schrittweise wieder öffnen ließen, um „den Schauspielern [zu] helfen, ihre Existenzängste zu überwinden und nicht mehr und mehr in Depressionen zu fallen.“ Vorschläge, wie sie heute allgemein umgesetzt sind.