Ich atme gerne Sauerstoff

JAp – Junges Apollo

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Die Vorstellung am Freitag, 22. November, 20 Uhr, muss leider entfallen. Schon gekaufte Karten können an der Theaterkasse umgetauscht werden.

Jugendtheater von Werner Hahn mit Unterstützung
des Zonta Club International Siegen Area,
Günther Flick und Klaus Th. Vetter

Im Rahmen des Apollo-Sommer-Camps 2019
mit Sayed Asad Akhlagi, Valeria Boole, Pauline Braas,
Karsten und Mascha Burkardt, Anna und Elisabeth Drößler,
Ina Gerloff, Eleni Giotitsas, Mary Jane Lange, Amelia Meier,
Diana Mertin, Solveigh Schmidt, Leona Scholl,
Sky Schroers, Emma Stötzel, Jehad Tiraweh, Andreas
und David Watkowski, Semra Yildiz

Spieldauer: 1:30 h, ohne Pause

Preisgruppe B

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Ich atme gerne Sauerstoff

Es ist gar nicht lange her, da begann die gerade erst 15-jährige Greta Thunberg, freitags – während der Schulzeit – vor dem schwedischen Parlament auf den fatalen Klimawandel hinzuweisen. Wenige Monate später wurde sie zur Heldin der weltweiten Jugendbewegung „Fridays for Future“. Der Stein, den sie ins Wasser warf, erzeugte riesige Wellen, die Politik und Wirtschaft, v.a. aber auch europäische Bürger*innen aus den kuscheligen Wohlstandsecken heraustrieb. Denn: Wir alle sind Klimawandel. Diesen gesellschaftlichen Aufruhr im Theater zu begleiten, ist eine kuriose Herausforderung. Jeder dramaturgische Gedanke – heute noch ein stimmiges Bild – scheint morgen reif zu sein für den Papierkorb. Zu schnell galoppieren aktuelle Ereignisse durch Hirn, Herz – und Internet. Kaum gelingt es, stichhaltig zu reagieren. Wie also agieren?

Zum dritten Mal führt das Apollo-Theater ein Sommer-Camp durch. Während der ersten zwei Ferienwochen erarbeiten junge Menschen aus der gesamten Region ein Theaterprojekt, das im Herbst auf der Siegener Bühne zu erleben ist. Haltungen, Ängste und Hoffnungen werden durchleuchtet, Meinungen, Zweifel und Visionen ebenso. Das Ende ist so offen wie unser gesellschaftspolitischer Zustand. Was Theater aber immer schafft, ist die Emotionalisierung für Themen, die uns grenzenlos in Besitz genommen haben. Zwanzig junge Menschen ringen um unsere globalen Perspektiven – und um Theater. Toi toi toi.