Janácek, Schnyder, Tschaikowsky

Konzerte & Apollo Vokal

Zum Konzert

mit der Philharmonie Südwestfalen
Solist: Frederic Belli (Posaune)

Leoš Janácek: Suite aus „Das schlaue Füchslein“ (1922-23)
Daniel Schnyder: Konzert für Posaune und Orchester
Peter I. Tschaikowsky: Sinfonie Nr. 6 h-Moll op. 74 „Pathétique“ (1893)

Preisgruppe C

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Fr | 02.11.2018 | 20:00 Uhr

Karten verfügbar

ab 19,00 / 11,00

Janácek, Schnyder, Tschaikowsky

„In diese Symphonie habe ich, ohne Übertreibung, meine ganze Seele gelegt“, urteilte Tschaikowsky über jenes Werk, das zu seinem Vermächtnis werden sollte: Neun Tage nach der von ihm geleiteten Uraufführung starb er auf ungeklärte Weise. Rasch wurde der Sinfonie eine Todesnähe unterstellt, etwa durch den völlig untypischen Schluss, der als Lamentoso im tonlosen Nichts entschwindet, oder durch Tschaikowskys verschlüsselte Äußerung zum dramaturgischen Verlauf: Die ursprüngliche Idee einer Programmsinfonie änderte er mit den Worten, „… dass es für alle ein Rätsel bleiben wird“.

Der 1961 in Zürich geborene Komponist Daniel Schnyder steht für einen mutigen Grenzgang zwischen Jazzmusik und Klassik. Sein breit gefächertes OEuvre erstreckt sich über sämtliche musikalische Genres, von der Kammermusik bis zur großen Oper. Mit dem Solisten Frederick Belli kehrt ein Träger des Buschpreises zurück ins Siegerland. Der Soloposaunist des SWR Sinfonieorchesters hat sich längst in der Spitze der Posaunenwelt etabliert und war auch der Solist der europäischen Uraufführung des Schnyder’schen Posaunenkonzertes.

Kurios verlief die Karriere des Tschechen Leoš Janácek: Seine Erfolge errang er fast ausschließlich in den letzten Schaffensjahren. So auch mit der Oper „Das schlaue Füchslein“, die – nach seinem Librettisten Max Brod – Janáceks „Traum von der Ewigkeit der Natur und Liebeslust“ sei. Die Orchestersuite ist ein wunderbares Konzentrat der Opernfabel.

 

Einführungsvortrag des Fördervereins der Philharmonie
Di I 30.10. I 18 Uhr I Museum für Gegenwartkunst,
Referent: Hans-André Stamm, Eintritt frei