Panikherz

Schauspiel & Musiktheater

Zum Stück

nach dem Roman von Benjamin von Stuckrad-Barre, Regie: Oliver Reese
mit Nico Holonics, Bettina Hoppe, Laurence Rupp, Carina Zichner
Musiker: Lukas Fröhlich, Peer Neumann, Gerhard Schmitt, Tilo Weber, Manuel Zacek
Berliner Ensemble

Spieldauer: ca. 2 h, ohne Pause

Preisgruppe C

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Di | 14.05.2019 | 20:00 Uhr

Karten verfügbar

ab 19,00 / 11,00

Mi | 15.05.2019 | 20:00 Uhr

Karten verfügbar

ab 19,00 / 11,00

Panikherz

„Panikherz“ ist Oliver Reeses Regiedebüt als neuer Intendant des Berliner Ensembles. Schon bei der letzten Siegener Biennale sorgte er mit seiner Inszenierung von Ferdinand von Schirachs fiktiver Gerichtsverhandlung „Terror“ für angeregte Diskussionen über Gesetz und Gewissen – damals noch als Intendant des Schauspiels Frankfurt. Mit „Panikherz“, der Bühnenfassung des autobiografischen Romans von Benjamin von Stuckrad-Barre, erzählt er nun die Geschichte eines Mannes auf der Flucht vor sich selbst. Es ist eine Geschichte über den jahrzehntelangen Suchtstrudel – über Drogen, Bulimie und Selbsthass. Aber auch über Udo Lindenberg: Vaterfigur und Retter eines abgestürzten Popliteraten. Seine Songs begleiteten das Leben des Autors, prägten und verführten ihn.

Als Sohn einer Pastorenfamilie im beschaulichen Rotenburg an der Wümme geboren, sehnt sich Benjamin schon früh nach einem Leben im Rampenlicht. Diese Sehnsucht wird auch erfüllt: Mit seinem ersten Roman „Soloalbum“ gelingt ihm der Durchbruch und er wird zum neuen Star der deutschen Popliteratur. Doch der frühe Ruhm hat auch seine Schattenseiten. Er entwickelt eine Essstörung, bekämpft diese mit Kokain und schafft es nicht, sein Selbstbild mit der Wirklichkeit kongruent zu machen. So verfällt er der Sünde unserer Zeit: Narzissmus. In Reeses Inszenierung wird der Autor deshalb passenderweise nicht nur von einem Darsteller porträtiert, sondern gleich von vieren – darunter der in Siegen aus „Große Liebe“ bekannte Nico Holonics. Sie symbolisieren jeweils seine unterschiedlichen Lebensphasen und Gefühlswelten. Zentral sind dabei Themen wie die Sehnsucht nach Applaus, der Ich-Verlust in einem selbstzerstörerischen Leben und schließlich die Ich-Findung. Live begleitet wird diese Ich-Findung von dem Soundtrack seines Lebens: Oasis, Nirvana und immer wieder Udo Lindenberg.

Stimmen

Das Stück lebt von dem Ineinandergreifen des intensiven, impulsiven, teils improvisierten Spiels der Darsteller und der klug komponierten und arrangierten Musik, gespielt von einer fantastischen Band.

Die Zeit