Poetry Slam „Dead or Alive“

JAp – Junges Apollo

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Tote Dichter gegen lebende Slammer

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Mi | 20.02.2019 | 20:00 Uhr

Karten verfügbar

ab 9,00

Poetry Slam „Dead or Alive“

Die Idee des Poetry Slams hat in den letzten Jahren reichlich Früchte gestreut: Neue Formate wurden kreiert, die sich der Grundidee des literarischen Wettkampfes zwar weiterhin verpflichtet fühlen, in der künstlerischen Ausrichtung aber neue Akzente setzen. Singer Songwriter Slam ist zum Beispiel eine der neuen Farben, aber auch der Science Slam oder – als besonders kuriose Biegung der eigentlichen Idee – der Recruiting Slam.

Eine der poetischsten Auseinandersetzungen ist mit Sicherheit der Poetry Slam „Dead or Alive“: Wortkünstler der Gegenwart treten an gegen tote Dichter. Das klingt skurril. Klar. Ist es aber nicht. Denn gute Dichter sind nicht tot. Sie sind unsterblich durch ihre Kunst. Die Dramaturgie des Abends sieht folgende Teambildung vor: Auf der einen Seite hauchen professionelle Schauspieler den Texten längst verstorbener Dichter neuen Atem ein. Auf der anderen Seite ringen bestbewährte Poetry Slammer mit ihren Worteskapaden um die Punkte der Zuschauer. Und diese Publikumsgunst trägt dann jeweils einen Kontrahenten aus jeder Gruppe ins Finale. Dort gewinnt – bislang immer der Slammer. Aber mit unermüdlichem Engagement wird daran gefeilt, endlich einen Poeten aus dem Club der toten Dichter lorbeerbekränzt auf dem Siegerpodest zu erleben. Zur Beflügelung gibt es ja diesen traditionsreichen Theaterwunsch: „Toi toi toi“, drei Mal über die linke Schulter gespuckt. Mal sehen, ob dieser Zauberspruch hilfreich ist und ein Totgeglaubter am Ende doch den längeren Atem hat.