Poetry Slam: Mannomann

JAp – Junges Apollo

Zum Slam

mit Achim Leufker (Rheine), Adina Wilcke (Wien), Björn Rosenbaum (Dortmund), Luca Swieter (Köln), Sascha Kirchhoff (Dillenburg)
Moderation: Jan Schmidt und Tristan Kunkel
Preis: 9 Euro

Poetry Slam: Mannomann

Mannomann! – „Männerdämmerung“: Welch köstliche Steilvorlage für gedankenverquerende, wortwendende Poetry Slammer! Mit großer Vorfreude ist angesichts dieser Biennale-Überschrift ein ganz besonderer Lyrik-Battle zu erwarten. Und: Das Reizwort „Männerdämmerung“ verführt, sich den Begriff „Poetry Slam“ noch einmal in seiner ursprünglichen Wortgewalt zu vergegenwärtigen. „Poetry“ als englisches Substantiv für „Dichtung“ ist klar. „Slam“ hingegen beinhaltet gleich eine Vielzahl von – teils umgangssprachlichen – Bedeutungen, die alle samt nichts Gutes vermitteln: bolzen, schlagen, zuschlagen, zuknallen, jemanden ins Gesicht schlagen. Mit einem Slam kann man jemanden auch runtermachen, vernichtend schlagen oder scharf kritisieren. Ein „Slam Dunk“ ist im Sport ein Volltreffer, umgangssprachlich aber auch eine totsichere Sache. Und beim „Grand Slam“ kann man gleich mehrere Millionen verdienen. „Slammer“ heißt übrigens auch noch „Knast“. Aber so weit wollen wir um Himmels willen nicht denken. Amüsant auch jene Anekdote, die die Begriffsfindung „Poetry Slam“ erklärt: Marc Kelly Smith, Erfinder des Poetry Slams und selbsternannter Slam-Papi, saß – gefesselt von einem Baseball-Spiel – vor dem Fernseher. Ein Journalist rief an und fragte während einer spannenden Spielsituation nach dem Namen des neuen Formates: „Äh – Poetry – äh – Slam“. Mannomann!