räuber.schuldenreich

Schauspiel & Musiktheater

Zum Stück

(Frankfurter Fassung von räuber.schuldengenital)
von Ewald Palmetshofer
Regie: David Bösch
Schauspiel Frankfurt

Spieldauer: 1:30 h, keine Pause

Preisgruppe C

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Sa | 26.10.2019 | 19:00 Uhr

Karten verfügbar

ab 22,00 / 12,50

So | 27.10.2019 | 19:00 Uhr

Karten verfügbar

ab 22,00 / 12,50

räuber. schuldenreich

Mit „räuber.schuldenreich“ ist David Böschs neunte Inszenierung im Apollo zu sehen. Das Stück des österreichischen Dramatikers Ewald Palmetshofer – für das Schauspiel Frankfurt gekürzt, geschärft und stark überarbeitet – thematisiert das schwere Erbe der Wohlstandskindeskinder.

Die Brüder Karl und Franz wollen an das Geld der pensionierten Eltern. Schließlich ist es das Erbe, was ihnen rechtmäßig zusteht. Doch Otto und Linde haben nichts mehr herzugeben und erwarten ängstlich die Ankunft der Söhne. Sie genießen ihren Ruhestand – sind zwar nicht mehr jung, im Gegensatz zur Jugend aber in vielerlei Hinsicht besser in Schuss – finanziell und sexuell. Auch in der Nachbarschaft wird nichts vererbt, nichts weitergegeben, nichts verschenkt – weder materiell noch ideell. Die von ihrem öden Leben gelangweilte Nachbarstochter Nele kümmert sich nur widerwillig um ihre im Rollstuhl sitzende Mutter. Für sie ist die Ankunft der Brüder eine willkommene Ablenkung und vielleicht sogar die ersehnte Flucht aus ihrem belanglosen Leben. Gemeinsam planen die drei, die geizigen Rentnereltern auszurauben.

Stimmen

Palmetshofers tragikomisches Dramolett, das zwischen naturalistischer Szenenfolge und existenzialistischer Farce oszilliert, ist deshalb stark, weil es mit großer Genauigkeit sprachlichen Witz und philosophische Gedankenbildung einsetzt, um seine einfache Handlung immer wieder zu unterbrechen.

FAZ