Siddhartha

Schauspiel & Musiktheater

Zum Stück

von Hermann Hesse, Regie: Lisa Nielebock
mit Jana Schulz, Uwe Zerwer, Wolfgang Vogler,
Anna Kubin, Torsten Flassig
Schauspiel Frankfurt

Spieldauer: 1:50 h, ohne Pause

Preisgruppe C

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Fr | 13.03.2020 | 20:00 Uhr

Karten verfügbar

ab 22,00 / 12,50

Sa | 14.03.2020 | 19:00 Uhr

Karten verfügbar

ab 22,00 / 12,50

Siddhartha

Siddhartha gehört dem vornehmen Brahmanengeschlecht – der obersten indischen Kaste – an, führt ein gutes Leben, ehrt  Mutter und Vater, zaubert jungen Frauen ein Lächeln ins Gesicht, übt sich schon früh in der Opfergabe an die Götter und der Rezitation der heiligen Verse. Doch irgendetwas scheint zu fehlen. Die geistige Welt seiner Kindheit genügt ihm nicht mehr, es herrscht Unfriede in seinem Herzen und so begibt er sich auf den Weg der Erleuchtung. Zum Leid des Vaters verlässt er seine Heimat, entsagt sich auch allen familiären Reichtümern und schließt sich einer Asketensekte an. Sein Freund Govinda folgt ihm.

Drei Jahre lang ziehen sie mit den Asketen durch das Land und lernen von ihnen, bis sie dem Buddha Gotama begegnen und sich ihre Wege trennen. Während sich Govinda dem erhabenen Gotama anschließt, zieht Siddhartha alleine weiter. Er lernt die schöne Kurtisane Kamala kennen und verfällt dem Materialismus – bringt es sogar zu einem eigenen Haus mit Dienerschaft. Erst in seinen Vierzigern wendet er sich voll Ekel auch von diesem Leben ab und verlässt Kamala – ohne zu ahnen, dass diese sein Kind erwartet. So begibt sich Siddhartha wieder auf seine ursprüngliche Suche …

Mit seiner indischen Dichtung „Siddhartha“ verfasste Hermann Hesse eine Geschichte über einen Sinn- und Erkenntnissucher, die 1922 nach ihrem Erscheinen insbesondere junge Leser faszinierte. Lisa Nielebock hat die Erzählung für die Bühne bearbeitet und stark gekürzt. Siddhartha wird bei ihr durch eine Frau verkörpert, bleibt ewig jung und ist eine Figur der Gegenwart. Doch trotzdem bleibt die Geschichte erhalten und Hesses Originaltext ist in der Inszenierung allgegenwärtig.

Stimmen

Die „indische Dichtung“ kommt in der ganzen pathetischen Wucht und exotischen Wortpracht ins Theater (…). So zeugt die Inszenierung von Lisa Nielebock (…) von einer ungefilterten, unbefragten Faszination für ein Prosawerk, dessen Sprache umso mehr Leuchtkraft entwickelt, als die ganz in Schwarz gehaltene, nach hinten spitz zulaufende Bühne reduzierter nicht sein könnte.

FAZ