Wagner, Mercadante, Berlioz

Konzerte & Apollo Vokal

Zum Konzert

mit der Philharmonie Südwestfalen
Solistin: Ji-Eun Lee (Flöte)
Dirigent: Nabil Shehata

Preisgruppe C

Die Philharmonie Südwestfalen unter Nabil Shehata widmet sich am 29. April Musik des 19. Jahrhunderts. Das Vorspiel zu „Die Meistersinger“ von Richard Wagner, WWV 96 (1862), bildet einen furiosen Konzertbeginn mit donnerndem C-Dur, gewaltigem Einsatz des Tutti-Klangkörpers, rhythmischen Marschmusikanklängen im Schlagwerk und dem fanfarenartigen Gebrauch des Blechs. Als Tonart ist das C-Dur des Vorspiels mit Schlichtheit, Klarheit und Helligkeit assoziiert sind. Die „Meistersinger“ gelten damit als Gegenstück zur düsteren „Tristan und Isolde“-Musik. Mercadante war ein Zeitgenosse von Rossini, ohne so berühmt zu werden wie dieser. Er wurde zum Vorbild für Bellini und Donizetti, ohne auch nur mit einem Repertoirestück die großen Bühnen Europas zu erobern. Die Flöte aber nimmt in seinem Schaffen einen Logenplatz ein. Sein Flötenkonzert e-Moll op. 58 (1819) sticht aus den Instrumentalwerken Mercadantes, die heute noch präsent sind, heraus. Große Flötisten des 20. Jahrhunderts wie James Galway oder Jean-Pierre Rampal spielten es gerne und häufig als virtuoses Paradestück. Solistin im Apollo ist die Südkoreanerin Ji-Eun Lee, seit 2012 Solo-Flötistin der Philharmonie Südwestfalen.

Das Konzert schließt mit der „Symphonie Fantastique“, op. 14 (1830/31) von Hector Berlioz. Der Komponist betrat damit Neuland, obwohl er an Beethovens 6. Sinfonie (1808) anknüpfte. Mit der „Symphonie Fantastique“, als musikalisches Drama in fünf Sätzen angelegt, schuf er eines der bedeutendsten Stücke der romantischen Musik überhaupt.